Finish Airpotrace2020

Int. Airport Race 2020

Ein Wettkampf in Zeiten von Covid19? Ein Rückblick.

Es kribbelt in den Fingern, als ich mich vor ein paar Wochen zum Airport Race 2020 online anmelde. Meinem ersten und vermutlich auch letzten Wettkampf im Jahr 2020. Was 2019 noch völlig normal war, ist nun schon etwas Besonderes geworden. Wurden doch so gut wie alle Laufevents seit Beginn der Covid19 Pandemie im März abgesagt.

Der Veranstalter hat, aufgrund der aktuellen Lage und Einschränkungen, ein paar Änderungen am Ablauf der Veranstaltung vorgenommen, damit dieses Event stattfinden kann. Umso mehr freue ich mich, dass der Veranstalter mit seinem Konzept eine Genehmigung zur Durchführung der Veranstaltung bekommen hat.

Was ist anderes im Vergleich zum Vorjahr beim Airport Race?

  • Die Strecke wurde verkürzt und ist statt 10 Miles (16 km) nur noch 15,3 km lang.
  • Der Lauf wird auf 2 Tage aufgeteilt (Samstag & Sonntag)
  • Aufgrund der Länge der Veranstaltung, führt die Strecke dieses Jahr nur an öffentlichen Wegen und Straßen entlang. Es gibt keine Absperrungen und die StVo ist einzuhalten.
  • Jede Stunde dürfen max. 200 TeilnehmerIn zu einer vorab gebuchten Zeit starten und auch nur auf das Veranstaltungsgelände
  • Auf das Gelände dürfen nur Personen, die eine Anmeldebestätigung für den Lauf haben.
  • Abstände und Maske sind auf dem Veranstaltungsgelände Pflicht

Raceday am Sonntag

Es ist Sonntag der 13.9.2020 und der Tag vom Airport Race. Nach zwei Woche Laufpause freue ich mich sehr auf den Lauf und bin motiviert. Schon beim Einbiegen in die Straße zum Lufthansa Sportplatz, der Ort wo der Lauf startet und endet, begegnen mir viele Gleichgesinnte in Laufklamotten. Das Wetter ist gut und man merkt, wie sehr sich die Leute auf das Event freuen.

Doch bevor es losgeht, heißt es erstmal Schlange stehen und warten. Jeder Startgruppe darf erst 30 Minuten vorher auf das Gelände und muss sich vor Betreten am Eingang registrieren. Damit soll sichergestellt werden, dass nicht mehr als 200 TeilnehmerIn zeitgleich auf dem Gelände sind.

Die Wege und Abstände sind gut markiert und nach Abholung der Startnummer fällt mir die Teilung auf dem Sportplatz auf. Der Platz ist in der Mitte getrennt. Somit sollen Starter und Finisher getrennt werden. Die Abgabe für den Sportbeutel befindet sich in der Mitte und kann somit beide bedienen. Desinfektionssprays sind an verschiedenen Stellen vorhanden und zum Start heißt es wieder anstellen und mit Abstand in der Schlange warten.

Airport Race Startbereich

Rolling Start

Damit nicht zu viele TeilnehmerIn auf die Strecke gehen, gibt es keinen gemeinsamen Start. Es gibt einen rolling Start, bei dem alle 20 Sekunden ein/e LäuferIn auf die Strecke darf. Bevor es losgeht, kommen letzte Anweisungen vom Veranstalter.

  • Abstand halten!
  • Einhaltung der StVo, vor allem bei roten Ampeln anhalten und warten!

Danach geht es dann los. Nicht wie sonst mit allen zusammen, sondern ich starte für mich ganz allein. Eine halbe Runde über den Sportplatz, bevor es raus auf die Straße geht.

Eine Unachtsamkeit kostet mich ein paar Meter, als ich blindlings jmd. hinterherlaufe und das Streckenschild nicht beachte. Dafür gehts danach mit deutlich mehr Tempo wieder zurück auf die richtige Strecke.

Airport Race

Die Beschilderung der Strecke ist gut und an kritischen Punkten, den Ampeln, stehen doch ein paar Streckenposten und haben ein Auge auf die LäuferInnen.

Von den insgesamt 3 Ampeln bis zum km 4, sind bei mir alle 3 rot. Das kostet zwar ein paar Momente, ist aber nicht weiter schlimm. Der Rest der Strecke führt über Fußwege um den Flughafen herum. Gegenwind macht es mir in der 2. Hälfte etwas schwerer. Der Blick auf das fast leere Flughafengelände ist merkwürdig, wo doch sonst hier immer einiges los war.

Zielgerade

Die letzten 500m zum Ziel führen auf einem Fußweg entlang, zusammen mit den TeilnehmerInnen des 5km Laufs, der gleichzeitig läuft. Der Weg ist ziemlich schmal und Überholen nicht wirklich machbar ist. Dafür geht es kurz darauf wieder auf den Sportplatz Richtung Ziel, dass nach einer recht scharfen Kurve um einen Zaun, nur wenige Meter entfernt ist.

Zufrieden und mit einem Lächeln verweile ich kurz darauf auf dem Sportplatz. Das erste richtige Finish für mich in diesem Jahr.

Nach einer kurzen Pause zur Erholung heißt es dann aber auch wieder los und am Ausgang wieder abmelden, damit die Veranstalter im Blick haben, dass nicht zu viele Personen gleichzeitig auf dem Gelände sind.

Fazit

Eine tolle Laufveranstaltung, die mal wieder die Möglichkeit bot mit anderen LäuferInnen auf der Strecke zu sein, sich eine Startnummer anzuheften und den Charme eines Wettkampfes hatte.

Doch so ganz Wettkampf war es eben dann doch nicht, da jeder irgendwie doch sein Ding gelaufen ist. Das gegenseitige messen miteinander auf der Strecke oder der Zielgeraden fehlte.

Trotzdem ein toller Vormittag und ich hoffe, dass es in Zukunft mit diesem oder ähnlichem Konzept wieder mehr Möglichkeiten und Veranstaltungen zum gemeinsamen Laufen gibt.

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