Croozer Laufkarre im Test

Croozer Kid for 2 im Test

Dank ein paar guter Freunde sind wir seit Ende des letzten Jahres Besitzer eines gebrauchten Croozer Kid for 2. Gerade rechtzeitig kam das Angebot, denn ich hatte mich zu dem Zeitpunkt bereits mit Laufkarren zum Joggen beschäftigt. Der Markt bietet sehr viele verschiedene Modelle an. Von einer sportlichen Karre mit großen Laufrädern bis hin zum Doppelsitzer-Buggy, der auch als Fahrradanhänger genutzt werden kann.

Warum einen Babyjogger bzw. Buggy?

Als begeisterter Läufer und Papa kommt die Frage nach einer Laufkarre irgendwie von ganz allein. Gemeinsam mit dem Kleinen eine Runde im Park drehen, das kann beiden viel Spaß machen. Junior hat was zu gucken und Papa läuft und schiebt: Eine Winwin Situation für beide.

Zunächst sollte der Nachwuchs natürlich (gut) sitzen können, bevor das  Abenteur losgehen kann. Inzwischen bieten auch die meisten Hersteller spezielle Hängematten an, damit auch schon die ganz Kleinen in den Genuss kommen in so einem Buggy mitzufahren. Das muss jeder für sich entscheiden.

Wie Eingangs erwähnt, haben wir einen Buggy von Freunden übernommen. Daher geht es im weiteren Verlauf um den Croozer Kid for 2 und dessen Handhabung, auch wenn es sich nicht um das aktuellste Modell handelt. Natürlich gibt es auch viele andere Anbieter auf dem Markt, die tolle Buggys im Angebot haben.

Allgemeine Informationen zum Croozer

Das Kölner Familienunternehmen gehört zu den bekannten Herstellern am Markt. Seit 2003 führt und entwickelt das Unternehmen verschiedene Fahrradanhänger. Neben den Anhängern für Kinder gibt es auch Modelle zum Transport von Vierbeinern und Lasten. Im Bereich der Kinderanhänger gibt es Modelle mit Platz für ein und zwei Kinder.

Weitere Einsatzmöglichkeiten

Neben dem Einsatz als Laufbuggy bieten fast alle Modelle in diesem Bereich auch die Option, den Buggy als Fahrradanhänger oder als normalen Buggy (mit einem kleinen Rad) für tägliche Erledigungen bzw. den Weg zur Kita zurück zu legen. Natürlich ist so ein Buggy viel größer und nicht mit einer Klappkarre zu vergleichen.

Umbau

Je nach Modell und Ausstattungspaket liegen dem Buggy verschiedene Teile bei. Unser Modell kam mit allem, was man sich wünschen kann.

Das heißt: Deichsel zur Befestigung am Fahrrad | Laufrad und Radausleger – Gestänge | Buggyrad um den Wagen im Alltag zu nutzen.

Croozer-Ausstattung-Deichseln und Radaufhängung

Der Umbau und die Sicherung erfolgt mithilfe von Sicherungsstiften, mit denen der Wechsel zwischen Buggyrad oder der Deichsel für das Fahrrad an den dafür vorgesehenen Aufnahmenpunkten am Croozer befestigt werden.

Die Reifen lassen sich mit einem Knopfdruck abnehmen. Mit wenigen Handgriffen lässte sich der Croozer auch flach zusammenfalten. Sehr praktisch für den Transport oder das Verstauen im Keller.

Sicherheit

Der Buggy ist bereits mit verschiedenen Reflektoren ausgestattet und hat beim Kauf eine Wimpelfahne mit dabei. Neue Modelle verfügen inzwischen über ein integriertes Sensorlicht am Handlauf. Bei unserem Modell ist das (noch) nicht vorhanden, wird aber durch ein Ansteck- Fahrradlicht in Kürze nachgerüstet. Mitgeliefert wird auch eine Schlaufe für das Handgelenk, die man am Griff befestigen kann, um währed der Nutzung ein ungewolltes Wegrollen des Croozers zu vermeiden.

Zwei Bremshebel für die Reifen sind vorhanden, die man manuell betätigen muss. Im Vergleich zu anderen Laufbuggys, hat der Croozer keine Bremse am Handlauf, um beim Laufen den Wagen damit zu stoppen. Aus diesem Grund ist der Wagen offiziell nicht zum Laufen zugelassen, sondern nur als Fahrradanhänger.

Im Innenraum lassen sich die kleinen Fahrgäste mithilfe von Textilgurten sicher anschnallen.

Die Rahmenkonstruktion aus Rohren macht einen sehr stabilien Eindruck, dient als Überrollbügel und lässt sich zum Transport dennoch mit wenigen Handgriffen zusammen falten.

Handhabung des Croozers

Beim Laufen

Etwas ungewohnt zu Beginn, hat man schnell den Dreh raus, um den Wagen samt Kids zu steuern. Das Laufrad vorne ist fest. Will man den Wagen in einer andere Richtung steuern, geschieht dies durch Hinabdrücken des Handlaufs und Drehen des Buggys in die gewünschte Richtung. Dank des nach hinten verlagerten Schwerpunkts klappt dies auch ohne Probleme gut, sodass der Wagen trotz seiner Größe ziemlich wendig ist.

Trotzdem ist das natürlich etwas mehr Aufwand und anstrengender, als ohne Wagen. Am Anfang also am besten erstmal in Ruhe und bei einer kleinen Runde ausprobieren.

Bei unserem Wagen habe ich festgestellt, dass dieser leicht nach rechts zieht. Das ist nicht sonderlich schlimm, jedoch bedeutet dies ein häufiges Korrigieren der Fahrtrichtung. Vielleicht liegt es allerdings auch einfach daran, dass wir einen Zweisitzer haben und meist nur ein Platz besetzt ist.

Als Fahrradanhänger

Zum Befestigen des Anhängers ist die Montage eines Kupplungsstücks erforderlich, welches mit wenigen Handgriffen am Hinterrad des Fahrrads montiert wird. Das ist einfach und geht schnell von der Hand. Die ersten Fahrten mit dem Anhänger haben dem Nachwuchs und auch den Eltern gut gefallen. Der Wagen „rollt“ gut mit.

Zu beachten gilt:

  • Es ist mehr Kraft notwendig, da mehr Gewicht bewegt werden muss
  • Man benötigt mehr Platz für Kurven
  • Man ist „breiter“ als man denkt. Also bei Hindernissen wie z.B. Verengungen von Straßen durch Absperrungen etc. langsam und mit Vorsicht anfahren. Gerade mit der Doppelkarre könnte es eng werden.

Auch wenn unser Anhänger bereits aus dem Jahr 2014 / 2015 ist, habe ich nach kurzer Suche im Onlineshop von Croozer die passende Achskupplung zur Befestigung am Rad gefunden. Hier gibt es auch weiteres Zubehör für die verschiedenen Anhänger.

Vor- und Nachteile des Croozers

PositivNegativ
Viele Verwendungsmöglichkeiten
(Fahrradanhänger, Buggy oder Jogger
Braucht entsprechend Platz zum Unterstellen
Einfacher Um- und Zusammenbauhohe Anschaffungskosten
beim Neukauf
Dank eines großen „Kofferraums“
passen auch die Einkäufe vom
Markt oder Spielzeug für unterwegs mit hinein
keine Bremse am Handlauf
Die Handschlaufe am Schiebebügel gibt
unterwegs zusätzlich Sicherheit

Fazit

Für uns ist der Anhänger ein toller Allround-Begleiter zum Laufen und auch für die gemeinsamen Fahrradtouren. Und da wir einen 2-Sitzer haben, ist auch noch genügend Platz für Gesellschaft.

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