Frankfurt Marathon Finish

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Frankfurt Marathon

Meine Beine sind noch immer schwer und der Muskelkater erinnert mich an das vergangene Wochenende in Frankfurt.

Der „älteste Stadtmarathon“ ist neben dem Berlin Marathon für gute Zeiten bekannt. Es ist bereits meine zweite Teilnahme am Frankfurt Marathon, denn schon 2015 bin ich diesen gelaufen. Ich war positiv eingestimmt und freute mich sehr auf die bevorstehenden Tage.

Nach einem kurzen Lauf am Samstag Morgen ging es erst mal auf die Marathon Messe. Wiedermal war ich erstaunt, wie viele Menschen in der Messehalle unterwegs waren und wie lange die Schlange zum Abholen der Startunterlagen war. Insgesamt hatten sich 13.934 LäuferInnen für die Marathon Veranstaltung gemeldet. Doch die Organisatoren hatten sich perfekt vorbereitet und alles funktionierte reibungslos. Warum man aber nach dem Abholen der Startnummer noch einmal quer durch die Halle laufen muss, um dann den Startbeutel abzuholen, erschließt sich mir nicht.

Nach einem letzten Blick auf den roten Teppich, mein Ziel für den nächsten Morgen (!), ging ich zurück ins Hotel, um einen ruhigen Nachmittag zu verbringen und mich mental vorzubereiten. Nichts ahnend wurde ich allerdings mittags von meiner besseren Hälfte Katharina im Zimmer überrascht! Ich freute mich sehr, dass Sie da war und mich am Wochenende nun doch begleiten und an meiner Seite sein würde!

Wir verbrachten den Tag gemeinsam und trafen abends Kristina zum obligatorischen Pasta essen beim Italiener. Es war ein wirklich schöner und lustiger Abend zu dritt.

Raceday

Der Blick aus dem Hotelfenster am nächsten Morgen offenbarte den Anblick auf eine Armada von Abschleppwagen, die Autos vom Streckenrand entfernten. Vereinzelte erste LäuferInnen waren ebenfalls schon unterwegs, dick eingepackt auf dem Weg zur Messe. Als wir später selbst losgingen, wussten wir auch warum: Es war ziemlich frisch und das Thermometer zeigte 6°C. Nachdem der Startbeutel abgegeben war, versuchte ich mich etwas warm zu laufen. Doch der Wind pfiff die ganze Zeit unbarmherzig und ich war nicht der einzige, der am Start vor sich hin fror. Nach einem fantastischem Sommer und einem goldenem Herbst hatte ich mit etwas wärmeren Temperaturen gerechnet. Was lerne ich daraus? Nächstes Mal nehme ich mir für alle Wetterlagen passende Kleidung mit!

Kurze Wege

Und dann ging es los. Ich lächelte, als mir kurz nach dem Start in der ersten Kurve Janine und Mark zuwinkten und Katharina mich wenig später bei km 1 anfeuerte. Die Route durch die City war wieder ziemlich beeindruckend. Gemeinsam liefen wir durch Hochhaus-Schluchten von „Mainhattan“ und genossen die motivierenden Rufe der Zuschauer. Wer sich hier allerdings auf sein GPS verlassen wollte, war verloren, denn die Hochhäuser sorgten auf den ersten Kilometern dafür, dass das GPS verrückt spielte. Ein Vorteil an der Strecke durch die City war allerdings, dass die Wege für die Zuschauer nicht weit waren und sie einen mehrfach an der Strecke begleiten und anfeuern konnten. Denn auch bei km 7 stand Katharina wie verabredet und winkte mir zu.

Nach dem Überqueren des Mains und einer Kusshand für Katharina bei km 14, ging es langsam Richtung Hoechst hinaus. Irgendwo bei km 16 / 17 stand Benjamin an der Strecke und rief mir aufmunternd zu. Bei km 28 lief Janine plötzlich auf mich zu und klatschte mich ab. Sie gab mir noch ein paar motivierende Worte mit, bevor sie selbst zu ihrem Staffelstart abdrehte.

Bis km 29 lief es somit echt gut, doch dann wurde es urplötzlich zäh und anstrengend. Der Wind und die Kälte forderten auf der zweiten Hälfte der Strecke einen hohen Preis. Eigentlich wollte ich nun noch einmal aufdrehen, doch die Beine machten das nicht mit und waren einfach nur eiskalt.

Ich lief aber weiter, schaffte es jedoch nicht meine geplante Geschwindigkeit zu halten oder gar zu erhöhen. Als die Hochhäuser und der Messeturm wieder in Sichtweite kamen, war ich erleichtert und freute ich mich auf den Punkt kurz hinter km 35, wo Katharina wieder stand und auf mich wartete. Sie merkte aber schnell, dass etwas nicht stimmte. Die letzten km durch die City zogen sich endlos. Marathon ist kein Spaziergang und das bekam ich dieses Mal sehr deutlich zu spüren.

Zieleinlauf in der Festhalle

Kurz vor dem Zieleinlauf in die Frankfurter Festhalle standen Jana und Benjamin an der Strecke trieben mich für die letzten Meter an. Fast geschafft! Der Eingang zur Festhalle! Ich genoss die Party-Stimmung, die Lichtershow und den Applaus, dessen Publikum uns Läufern megamäßig einheizten und ins Ziel begleiteten.

Noch etwas enttäuscht, dass es diesmal nicht so geklappt hatte wie gewünscht, ließ ich mir die Medaille umhängen. Ich war ziemlich fertig! Aber der heiße Tee und die Suppe im Zielbereich taten sehr gut, genauso wie die heiße Dusche danach.

Kaffee hilft immer…

Warm eingepackt und bei einem entspannten Kaffee ließ ich den Lauf wenig später noch einmal Revue passieren. Automatisch kamen wir dabei ins Gespräch mit anderen Marathon Finishern. Begeistert erzählten die beiden von dem Lauf heute und der Teilnahme an anderen Lauf-Veranstaltungen. Dabei wurden mir zwei Dinge bewusst:

1. Man kann nicht immer Bestzeit laufen

2. Laufen ist ein großartiger Sport, der Menschen verbindet

Denn auch wenn es dieses Mal nicht so wie erwartet lief, war es wieder ein tolles Wochenende mit vielen Freunden und Bekannten.

War jemand von euch auch in Frankurt beim (Staffel-) Marathon dabei?

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