Interview mit Alina

Alina kenne ich seit dem letzten Jahr über ein Event vom RunClub. Seitdem sehen wir uns immer wieder bei verschiedenen Veranstaltungen und haben als Rennard Roockies auch schon ein RTF erfolgreich gemeistert 🙂

Neben dem Laufen hast du inzwischen auch deine neue Passion, den Triathlon, für dich entdeckt. Wie die Vorbereitung auf den ersten Triathlon war und dir die Teilnahme an einem Roockie-Programm dabei geholfen hat oder ein Halbmarathon doch was anderes ist, erklärst du uns am besten selbst.

Seit wann läufst du?

Seit ca. 1,5 Jahren

Und wie bist du eigentlich zum Laufen gekommen?

Ich kam aus der Leichtathletik. Nachdem ich älter wurde und die Schule mehr Zeit in Anspruch nahm, bin ich zum reinen Krafttraining übergegangen. Das hat mir aber nicht gereicht und ich habe dann mit dem Laufen als Ausgleich während der Lernphase im Abitur begonnen.

Warum läufst du und was motiviert dich?

Ich laufe gerne, um meinen Kopf frei zu bekommen. Vor allem nach der Arbeit, wenn viel passiert ist. Was mich am meisten motiviert ist, dass man sich immer neue Ziele setzen kann, was zum Beispiel die Distanz oder die Zeit betrifft. Dadurch hat man die Möglichkeit nach fast jedem Lauf ein für sich gestecktes Ziel zu erreichen.

Wie oft läufst / trainierst du in der Woche?

Seit Anfang an haben sich zwei bis drei Laufeinheiten in der Woche fest in meinen Alltag integriert. Dazu kam dann nach und nach die Trainingsvorbereitung für Wettkämpfe, die in nächster Zeit anstanden. So gehe ich im Sommer momentan zwei Mal pro Woche zusätzlich schwimmen und einmal Radfahren, als Triathlonvorbereitung.

…wie sieht es mit Stabi-Traning aus?

Oh… Stabi-Training und ich mögen uns nicht so, dabei ist es eigentlich total wichtig…aber das muss auch mindestens ein Mal pro Woche sein…auch wenn es nur eine viertel Stunde ist.

Wie bist du laufend unterwegs: Alleine, im Verein oder mit einer Laufgruppe?

Ich laufe meistens allein, aber in der Gruppe laufe ich auch total gerne. Vor allem lange Läufe sind in der Gruppe schöner.

Beim St.Pauli Triathlon hast du dich Anfang des Jahres für ein Roockie angemeldet und wurdest ausgelost. Wie war das so? Und was hast du da genau gemacht?

Das Rookie-Programm war eine echt tolle Sache! Insgesamt waren wir 15 Triathlon Anfänger die über drei Monate auf ihre erste Sprintdistanz, beim Vierlanden Triathlon, vorbereitet wurden. Zu dritt hatten wir einen/eine Paten/in, der/die uns bei jeder Frage zur Seite stand und mit uns auch Radausfahrten und Koppeltrainings gemacht hat. Das Training wurde über ein Tool organisiert, in das wir unsere absolvierten Einheiten eingetragen haben. Das war eine gute Sache, da man so immer eine Übersicht über die Woche und die Trainingseinheiten hatte. Am Ende jeden Monats gab es eine Challenge, bei der wir alle gegeneinander angetreten sind. Dabei hat nicht der schnellste Rookie gewonnen, sondern der, der die Strecke in einer möglichst gleichmäßigen Zeit absolviert hat. Wie das immer so ist, verging die Zeit wie im Flug, aber ich durfte eine Menge Erfahrungen sammeln…u.A. habe ich das Kraulen richtig gelernt, was ich vorher nicht konnte. Allgemein kann ich sagen, dass mir das Programm den Einstieg in den Triathlon sehr erleichtert hat.

Würdest du die Teilnahme an dem Programm anderen empfehlen?

Auf jeden Fall! Mir hat es sehr geholfen, eine Struktur in mein Training zu bringen und nicht zu viel zu trainieren. Außerdem hat man viele andere Leute an seiner Seite, die auch Anfänger sind.

Im Juni 2018 war dann „dein“ großer Tag beim Vierlanden Triathlon. Wie war es?

Es war einfach toll! Ein wirklich schönes Erlebnis. Alles war neu und viele Fragezeichen standen über unseren Köpfen: Habe ich alles dabei? Wie bringe ich den Transponder-Chip richtig an? Wie funktioniert das mit dem Einrichten der Wechselzone? Auch hier standen uns unsere Paten mit Rat und Tat zur Seite. Dann nach dem Einschwimmen endlich der Start. Ich habe mich ein bisschen verschwommen, aber konnte die verlorene Zeit wieder auf dem Rad und beim Laufen gutmachen. Das Wechseln in der Wechselzone hat auch super funktioniert! Besser als gedacht 😀 Im Ziel die Frage: Wie jetzt? Schon vorbei? Das war alles total aufregend. Mein Ziel war es, den Triathlon unter 1:30:00 zu finishen. Das hat super geklappt. Am Ende war ich vierte in meiner Altersklasse und einfach total glücklich, dass alles so funktioniert hat, wie ich es mir vorgestellt habe.

Bei all der Vorbereitung auf den Triathlon, wie hast du das ganze Training und deinen Job unter einen Hut gebracht?

Das hat tatsächlich echt gut funktioniert. Es war alles eine Sache der Zeitplanung und Absprachen. Anfangs dachte ich, wenn eine Trainingseinheit zeitlich mal nicht mehr drin war, ich mein Ziel nicht erreichen würde, aber selbst das war im Nachhinein betrachtet kein Grund zur Sorge.

By the way, was machst du eigentlich im wirklichen Leben?

Nach dem Abitur habe ich mich erstmal gegen ein Studium entschieden und stattdessen eine Ausbildung zur Operationstechnischen Assistentin (OTA) im OP begonnen. Wie es nach dieser Ausbildung genau weitergeht, weiß ich noch nicht, aber auf jeden Fall werde ich weiterhin Laufen gehen.

Du hast vor einiger Zeit deinen zweiten Halbmarathon gefinisht. Reicht dir das Triathlon Training nicht aus? 😉

Leider muss ich zugeben, dass sich die Vorbereitungen für den Halbmarathon in Grenzen hielten. Hier und da mal eine längere Laufeinheit, denn sonst war ich durch das Triathlon-Training schon echt gut ausdauertechnisch aufgestellt. Dennoch kann ich jetzt sagen, dass ein Halbmarathon eine ganz andere Herausforderung darstellt, als ein Triathlon.

Alster oder Elbe? Wo trifft man dich eher?

Wohl eher an der Alster. Dort ist es einfach zu schön. An der Elbe bin ich sonst eher mit dem Fahrrad zu finden.

Wie viele Paar Laufschuhe hast du im Schrank?

Tatsächlich nur zwei Paar. Damit komme ich super zurecht.

Was sind deine nächsten Ziele?

Der Triathlon in Otterndorf; die Cyclassics und dann die Olympische Distanz beim Elbe Triathlon im September.

Welche Rolle spielen Soziale Netzwerke wie Instagram, Facebook, Strava oder Alsterrunning für dich?

In erster Linie als Dokumentation für mich selbst. Man kann auf seine erreichten Ziele zurückblicken und sehen, wie man diese erreicht hat und was andere bereits erreicht haben. Ansonsten ist es natürlich eine tolle Sache, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. So habe ich, obwohl ich außerhalb von Hamburg wohne, immer das Gefühl, dass ich nicht die einzige bin, die sich solchen Herausforderungen stellt.

Zum Schluss: Dein Rat an alle Lauf-Einsteiger?

Laufen ist eine super Ausdauersportart, die man immer, ohne viel Aufwand, überall ausüben kann. Mein Rat ist: Stress dich nicht, irgendeine Zeit erreichen zu müssen, da du für dich und nicht für andere läufst. Das Wichtigste ist überhaupt, dass du nie den Spaß am Laufen verlierst.

 

Lieben Dank für deine Zeit Alina. Wer Alina bei Ihren Vorbereitungen auf den Elbe Triathlon begleiten möchte, dem empfehle ich ein Blick auf Ihr Instagram Profil.

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