Triathlon

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Triathlon ist in den letzten Jahren unglaublich populär geworden. Nicht nur eine Sportart, sondern gleich eine Kombination aus Schwimmen, Radfahren und Laufen. Der  jährlich stattfindende Ironman auf Hawaii oder die Challenge Roth in Deutschland wird mit großer Spannung verfolgt.

Fast jeder der läuft, kennt meist jemanden, der auch Triathlon macht oder hat vielleicht schon selbst einmal daran gedacht, einen Triathlon auszuprobieren.

So ähnlich ging es mir dieses Frühjahr auch. Ich habe viele Triathleten in meinem Freundeskreis, die alle total begeistert sind. So kam es, dass ich mich im Februar zu einem „Volkstriathlon“  bzw. einer „Sprint-Distanz“ im Stadtpark angemeldet habe. Heute möchte ich euch von meinen Erfahrungen während der Vorbereitung auf  meinen ersten Triathlon berichten.

Stadtparktriathlon FC. St Pauli 2018 Roockie

Welche Distanzen gibt es beim Triathlon?

  • Volks- bzw. Sprintdistanz (500m Schwimmen / 20 km Radfahren / 5 km Laufen)
  • Olympische Distanz (1.500m Schwimmen / 40 km Radfahren / 10 km Laufen)
  • Mitteldistanz (1,9 km Schwimmen / 90 km Radfahren / 21,1 Kilometer (HM) Laufen)
  • Langdistanz (3,8 km Schwimmen / 180 km Radfahren / 42,195 Kilometer (Marathon) Laufen)

Ich habe mich damals bewusst für die Sprintdistanz zum Reinschnuppern entschieden, vor allem auch, weil ich beim Schwimmen Defizite habe.

Viel Training

Es ist richtig, dass ihr euch auf drei Sportarten vorbereiten müsst. Jedoch, wenn ihr lauft und / oder gelegentlich mit dem Rad fahrt, habt ihr meist schon eine gute Grundlage.

Den Weg zur Arbeit habe ich öfters mit dem Rad erledigt oder war am Wochenende mit Freunden bei einer gemeinsam Rad-Ausfahrt unterwegs. Laufen war kein Problem, habe ich eh schon gemacht 😉 Allerdings habe ich, um genug Zeit für das Schwimmen und Radfahren zu haben, meine Laufeinheiten etwas reduziert.

Das Schwimmen war für mich die größte Herausforderung. Doch mit etwas Übung habe auch ich die 500m Schwimmen gut überstanden. Zur Vorbereitung bin ich ein bis zwei Mal die Woche Schwimmen gewesen. Beruhigt hat mich das Wissen, dass es beim Triathlon egal ist, ob man Brust- oder Kraulschwimmen macht. Da der Triathlon-Wettkampf im Naturbad vom Stadtpark starten sollte, war ich auch einige Male vorab dort, um ein Gefühl für das Schwimmen im See zu bekommen. Es ist kein Vergleich zum glasklaren Wasser im Hallenbad.

Neben dem Trainieren der einzelnen Disziplin solltet ihr auch den Wechsel zwischen den unterschiedlichen Sportarten üben: Das sogenannte Koppeltraining. Gerade der Wechsel vom Radfahren zum Laufen ist ungewohnt. Mir hat das vorherige Training nachher beim Wettkampf sehr geholfen.

Total viel Zeug!?

Das war auch mein erster Gedanke, denn egal welchen Bericht ich in Zeitschriften las, meistens war von wahnsinnig viel Equipment bzw. einer „Materialschlacht“ die Rede. Das hat auch bestimmt bei gewissen Ambitionen alles seine Berechtigung, jedoch braucht man (meines Erachtens nach) für die erste Teilnahme an einem Triathlon nicht unbedingt gleich eine komplette  Triathlon-Ausrüstung.

Ich habe für meinen ersten Triathlon nur die Sportsachen genutzt, die ich bereits eh im Schrank bzw. zu Hause hatte. Ich wollte ja erstmal nur reinschnuppern und schauen, ob mir das Spaß macht.  Natürlich sieht ein „Einteiler“ besser aus, aber du kannst auch in Badehose, Laufshirt und Laufschuhen alles absolvieren. So habe ich es nachher gemacht.

Neben den Klamotten brauchst du noch ein Fahrrad und selbst das muss kein High-End-Triathlon-Bike sein. Beim Stadtpark-Triathlon habe ich auch ein paar Leute mit einem normalen Trekking-Rad auf der Strecke gesehen. Oft lohnt es sich auch mal bei Freunden nachzufragen, die können dir vielleicht ja mit etwas Equipment oder einem (alten) Rennrad aushelfen.

Frag Freunde!

Während meiner Vorbereitung habe ich die aktiven Triathlon Freunde (wie z.B. Christian oder Jens) alles mögliche gefragt und mir Tipps geholt. Das war wirklich gut!

Roockie Programm

Oft bieten Vereine Triathlon-Neulingen auch sogenannte „Roockie-Programme“ an. Über einen gewissen Zeitraum vermitteln erfahrene Triathleten ihr Wissen. Es wird gemeinsam trainiert oder auch kleine Tests werden absolviert. Ich selbst habe so ein Roockie-Progamm nicht mitgemacht, jedoch eine Freundin (Alina). Mit ihr habe ich mich während ein paar gemeinsamen Rad-Ausfahrten ausgetauscht. Über Ihre Erfahrungen und Erlebnisse berichtet Sie demnächst hier ausführlich im Interview.

Regeln

Anders als beim Laufen gibt es beim Triathlon einige Regeln zu beachten, da ansonsten Zeitstrafen oder im schlimmsten Fall eine Disqualifizierung droht.

Zum Beispiel gibt es ein Fahrradhelm-Pflicht (was total sinnvoll ist). Sogar beim „Bike-CheckIn“ muss der Helm (geschlossen) auf dem Kopf getragen werden. Windschatten fahren ist i.d.R. verboten, ein vorgeschriebener Abstand zum Vordermann muss eingehalten werden und das Überholmanöver muss innerhalb einer gewissen Zeitvorgabe beendet sein.

Das waren Punkte, die mich vor dem Wettkampf total nervös gemacht haben. Am Ende war das dann aber überhaupt kein Problem. Man sollte sich nur vorher erkundigen und wissen, was erlaubt ist und was nicht.

Zeiten und die 4. Disziplin beim Triathlon

Beim Triathlon wird die Gesamtzeit für den Wettkampf gerechnet. Die benötigte Dauer der einzelnen Disziplinen und die Zeiten in der „Wechselzone“ werden am Ende addiert. Deshalb habe ich häufig in der Vorbereitung gehört, dass das „Wechseln“ eigentlich die 4. Triathlon Disziplin ist. Auch das An- und Ausziehen bzw. das Abstellen des Rads etc. wird von vielen in der Vorbereitung mehrfach geübt bis der Ablauf gut klappt.

Stadtpark Triathlon Debüt Finish

Vorbereitung

Um ohne Stress am Tag des Rennens alles vorbereiten zu können, empfehle ich euch ca. 1,5 Stunden vor deinem Start vor Ort zu sein. Mit diesem Zeitpuffer solltet ihr den Bike-CheckIn und das Vorbereiten eurer „Wechselzone“ erledigen. Die Wege vom Wasser zum Bike, zur Rad- oder zur Laufstrecke solltet ihr ebenfalls vorher einmal ablaufen. Lieber etwas Zeit mehr Zeit einplanen, als völlig gestresst auf die letzte Minute ankommen.

Hab Spaß und macht euch keinen Druck!

Gerade für die erste Teilnahme und zum Ausprobieren eines Triathlons sollte man sich selbst keinen Druck machen. Das ist ein Tipp, den ich euch nur ans Herz legen kann.

Und du?

Hast du auch schon mal daran gedacht einen Triathlon zu absolvieren?

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