Pacemaker beim Hella Halbmarathon 2017

Zwei Wochen vor dem Hella Halbmarathon entdecke ich zufällig einen Post bei Facebook, dass der Veranstalter (BMS – Die Laufgesellschaft) noch Pacemaker für den diesjährigen Hella Halbmarathon (Zielzeiten: 1:59 & 2:14h) sucht.

Fantastisch! Den bis dahin hatte ich es versäumt mich anzumelden und der Hella HM gehört (wie ich finde) zu Hamburgs schönsten Events im Jahr. Nach kurzer Zeit ist habe ich einen Kommentar hinterlassen und mich somit „beworben“. Es folgen Kommentare von einigen Läufer/Innen, die ich aus der Hamburger Laufszene und von RunClub kenne und die dabei wären, sollte ich Zeitläufer werden.

Ein paar Tage später kommt die Zusage vom Veranstalter, ich bin als Pacemaker für 2:14h dabei!!! Ich freue mich riesig, denn so habe ich den Halbmarathon selbst noch nicht erlebt 🙂

An dem Halbmarathon Wochenende ist viel los: Shake out Run, ein paar Leute auf der Messe treffen, schnacken, meine „Pacer“ Startnummer abholen und ich bekomme noch ein Shirt, damit wir als Zug- bzw. Bremsläufer zu erkennen sind.

Sonntag früh ist es soweit, alles kribbelt und wir Pacemaker treffen uns bereits um 8:30 Uhr am Ziel, um dort noch ein gemeinsames Bild zu machen. Anschließend gibt es für alle ein paar Luftballons, damit uns alle Teilnehmer / Innen auf der Strecke erkennen. Die Stimmung ist bei allen Pacemakern super und zu meiner Überraschung sind einige bekannte Gesichter in der Pacer Gruppe, die ich bereits von anderen Veranstaltungen kenne.

Pacemaker Hella Halbmarathon 2017

Neben mir ist Klaas aus Holland und Alfred in meinem Team „Mission 214“. Fröhlich und gut gestimmt geht’s mit dem Shuttle Bus für uns alle zum Start an die Reeperbahn. Schnell die Tasche abgeben und dann gehen wir auch schon langsam zum Startbereich. Dort erwarten mich bereits bekannte Gesichter, die uns Pacemaker begleiten oder aber zumindest bei uns Starten wollen.  Viele sind aufgeregt, haben lange für diesen Tag trainiert und nun ist der große Tag endlich da. Wir alle sind „heiß“ und hoch motiviert und warten gemeinsam auf den Start.

Als um 10 Uhr der Startschuss fällt sind alle euphorisch und begeistert. Als wir  5 Minuten nach dem Startschuss die Startlinie überschreiten, beginnt unser 21,0975 km langes Abenteuer durch Hamburg.

 

Es ist einfach Großartig. Alle sind super drauf, lächeln und freuen sich über das tolle Publikum an der Strecke. Als bei km 5 mein Kollege Klaas anfängt „You‘ll never Walk Alone“ zu singen, sind alle um uns herum absolut baff. Wie er mir danach mit einem Lächeln erklärt, wird der Song immer beim Rotterdam Marathon vor dem Start gespielt.

Spätestens als es bei km 6 runter Richtung Fischmarkt geht und uns die Beats der Samba Truppe entgegendonnern, sind wir alle voller Endorphine! Runners High Pur!

Obwohl man den Norddeutschen eine gewisse „Reserviertheit und Kühle“ unterstellt, kann ich dies bei solchen Veranstaltungen nicht bestätigten. An der gesamten Strecke ist ein super Publikum verteilt, neben den offiziellen Cheering Punkten vom Veranstalter, gibt es auch dieses Jahr wieder ein paar Highlights an der Strecke wie z.B. die Cheering Zone kurz nach km 17 der Hamburger Laufgruppen Runfleet & Tiderunners. Gefüllt werden dort in den paar Stunden 100 Tonnen Konfetti in die Luft geschossen und jeder Läufer (m/w) bekommt die volle Ladung Motivation für die letzten Kilometer.

Bei Klaas, Alfred und mir läuft alles nach Plan. Noch immer begleiten uns viele Läufer/Innen, die mit uns die Stimmung aufsaugen und mit uns ins Ziel laufen wollen.

Dann ist es soweit, wir biegen in die Rothenbaum Chaussee und können das Ziel bereits von weitem sehen, einige geben noch mal alles, mobilisieren Ihre letzten Reserven und sprinten ins Ziel.

Wir Pacer laufen entspannt und ganz nach Plan weiter und als wir den „Aktiven“ 21 km Punkt passiert haben, sind neben uns nur glückliche Gesichter zu sehen. Für viele ist es das erste Mal, dass Sie einen Halbmarathon laufen und die Freude ist riesen groß, als Sie nach 2:14h die Ziellinie überqueren.

Auch für uns drei Pacer ist es ein bewegender Moment. Wir haben es geschafft. Doch viel wichtiger, wir haben anderen geholfen Ihr Ziel zu erreichen, Sie motiviert und durften Sie bei „Ihrem“ Halbmarathon begleiten. Viele Läufer / Innen kommen anschließend auf uns zu, bedanken sich und wir gratulieren zum Finish. Für uns alle war es eine tolle Erfahrung, ein schönes Gefühl andere zu motivieren und zu begleiten.

Kurz darauf kommt auch meine bessere Hälfte ins Ziel und läuft mir in die Arme. Auch Sie hat Ihren ersten Halbmarathon gefinisht, für den Sie vorher viel trainiert hat. Ich bin super Stolz auf Sie!

Es war ein tolles Event und eine unglaublich tolle Erfahrung für mich, als Pacemaker dabei zu sein und ich hoffe sehr, dass ich im nächsten Jahr wieder dabei sein darf. Ich hätte auf jeden Fall Lust dazu 🙂

 

 

Fotocredit für das Titelbild: BMS Sportveranstaltungs GbR

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